Sea-Eye-Gründer spricht vor Schengen-Ausschuss

Der Gründer der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye, Michael Buschheuer, hat gestern vor dem Schengen-Ausschuss des italienischen Parlaments zur Seenotrettung gesprochen.

Buschheuer erläuterte, warum Sea-Eye als private Rettungsorganisation vor der libyschen Küste eine Aufgabe übernimmt, die eigentlich seitens der europäischen Staaten und ihrer Marine-Einheiten erfolgen sollte. Der Oberpfälzer dankte der italienischen Küstenwache und den Migrationsbehörden ausdrücklich für ihre Unterstützung bei der Evakuierung der Flüchtenden und lobte Italiens Anteil an der Bewältigung der Flüchtlingskrise.

Sea-Eye nimmt selbst keine Evakuierungen vor, dazu sind die Schiffe viel zu klein. Es geht darum, die Flüchtlingsboote erst mal zu finden, SOS abzusetzen und eine professionelle Hilfe einzuleiten. Die Hilfsorganisation hat bis jetzt über 6.100 Menschen vor der Küste Afrikas gerettet.