© Tourist-Information Stadt Weiden i.d.OPf. Thomas Kujat

Konzertierte Aktion der Stadt Weiden zur Energiekrise startet Kampagne

„Als einen ersten großen und wichtigen Schritt“ bezeichnet Bürgermeister Reinhold Wildenauer in Vertretung des erkrankten Oberbürgermeisters das Ergebnis des ersten Runden Tisches zur Energiekrise.

Die Verbände der Wirtschaft, die Spitzen der Weidener Finanzwelt, das Kommunalunternehmen Stadtwerke und die Stadt Weiden i.d.OPf. suchen nach Lösungen vor allem für den gewerblichen Mittelstand, um die Kostenexplosionen beim Erdgas, die Lieferkettenschwierigkeiten und die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit fehlenden Gasanbietern sowie Bezugsmöglichkeiten in den Griff zu bekommen. Die dramatischen Schilderungen eines besonders betroffenen energieintensiven Betriebs verdeutlichen, dass die nördliche Oberpfalz den Schulterschluss braucht, um ein starkes Signal an die Bundes- und Landespolitik zu senden. „Denn diese ist jetzt gefordert, gemeinsame Lösungswege aufzuzeigen“, so OB Jens Meyer. In einzelnen fachlichen Expertisen werden der neu gewählte Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse Oberpfalz Nord, Herr Hans-Jörg Schön und Herr Thomas Ludwig für die Volks- und Raiffeisenbank, Herr Rieder für die IHK, der Vorstand des Kommunalunternehmens Herr Johann Riedl und Oberbürgermeister Jens Meyer Lösungswege aufzeigen und an die große Politik weiterleiten. Ein entsprechendes Schreiben an alle örtlichen Bundes- und Landtagsabgeordneten, an Ministerpräsident Dr. Markus Söder und an Bundeskanzler Olaf Scholz mit konkreten Vorschlägen ist in Vorbereitung. Dabei besteht Einigkeit, dass schon die Bewältigung der Coronakrise gezeigt hat, welche Maßnahmen zielführend sind:

  • Eine sofortige turnusgemäße Wiederaufnahme der regelmäßigen Ministerpräsidentenrunden, denn Deutschland braucht Gemeinsamkeit zwischen Bund und Länder.
  • Die unverzügliche Bereitstellung von Unternehmenshilfen zur Abfederung der horrenden Energiekosten zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen nach dem Vorbild von Oktober-Hilfen, November-Hilfen und dergleichen. Berechnungsgrundlage könnte – ähnlich wie bei Corona – der Umsatzausfall oder auch die Energiekostenpreissteigerung gegenüber der Vor-Krisenzeit sein.
  • Die Ausdehnung der Gewährung von Kurzarbeitergeld auch auf den Energiekrisenfall für energieintensive Betriebe und für eine eventuelle Gasmangel-Lage.

Der Runde Tisch prüft derzeit weitere Vorschläge und Maßnahmen, wie Webkonferenzen, Zeitungsanzeigen sowie Hilfsfonds oder die Entwicklung eigenständiger alternativen Energien vor Ort. Zielsetzung ist: „Es geht nur gemeinsam“, auch als grundsätzliche Position auf allen politischen Ebenen. „Wir wollen Rückhalt bieten, nicht Ängste schüren; Probleme müssen gelöst und nicht beklagt werden“, so der Grundkonsens und das Fazit von Bürgermeister Wildenauer, der seinen aufrichtigen Dank an alle Teilnehmer für deren Sachlichkeit und hohe Kompetenz aussprach.