Jahn Regensburg mit Kampesflust – “Müssen durch den Wahnsinn durch”

Jahn Regensburg steckt im Tief. Trainer Beierlorzer warnt vor einem Scheitern auf dem Weg zum Saisonziel. Doch schon am Tag nach dem 0:3 gegen Bielefeld geht der Blick nach vorne. Mit Arbeitsschwerpunkten.

Zwei Niederlagen, 0:5 Tore – Jahn Regensburg kämpft in der 2. Fußball-Bundesliga gegen ein Rückrundentief. “Zwei Spiele ohne Tore, das ist für die Anzahl der Torchancen ein Wahnsinn. Wir müssen durch diesen Wahnsinn durch und müssen weiter beharrlich daran arbeiten, dass wir unser Ziel erreichen”, sagte Trainer Achim Beierlorzer nach dem 0:3 am Freitagabend gegen Arminia Bielefeld.

Vor 8693 Zuschauern in der Regensburger Arena bescherten Fabian Klos, Andreas Voglsammer (Foulelfmeter) und Cedric Brunner den effektiven Ostwestfalen den dritten Sieg nacheinander. Für die Oberpfälzer, die mit einem 2:0 gegen Paderborn ins Jahr gestartet waren, war es nach dem 0:2 in Kiel dagegen die nächste Enttäuschung.

“Wir wissen, dass wir nicht zweimal komplett chancenlos waren. Wir hätten die Spiele auch gut und gerne zu unseren Gunsten drehen können”, sagte Verteidiger Marcel Correia. In der langen Trainingswoche vor dem Auswärtsspiel am kommenden Sonntag bei Dynamo Dresden geht es in Regensburg nun um eine “Feinjustierung”.

“Wir müssen besser verteidigen und noch effizienter werden. Da muss die Woche richtig intensiv dran gearbeitet werden”, sagte Beierlorzer und warnte. “Wir wissen jetzt, wo wir stehen. Wir haben zwar ein gutes Polster mit 29 Punkten, aber wir werden mit 29 Punkten definitiv nicht unser Ziel erreichen.” In der Tabelle rückten die Bielefelder bis auf zwei Zähler an den Jahn heran. Der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz beträgt noch sichere 13 Punkte.

Der Jahn agierte gegen die Arminia zu zerfahren und verlor zu viele zweite Bälle. “Ich habe die Nacht relativ kurz geschlafen, weil mich das Spiel schon ein bisschen beschäftigt hat. Aber wir arbeiten das wie jedes andere Spiel auf”, sagte Torhüter Philipp Pentke. “Die Jungs können in der Woche gut Gas geben.”

Das gezeigte Engegament nach der Pause imponierte den Anhängern und soll Auftrieb geben. “Das ist das Mindeste, was wir unseren Fans bringen müssen, dass sich jeder hundert Prozent zerreißt für den Verein und alles gibt, um solche Spiele zu drehen”, sagte Beierlorzer. Das glückte in der Vergangenheit wiederholt, diesmal nicht. “Aber die Fans haben schon gemerkt, dass die Mannschaft es unbedingt wollte.” (dpa/lby)