Eishockey Oberliga: Blue Devils besiegen Bayreuther Tigers

In den ersten Minuten spielten ausschließlich die Blue Devils und folgerichtig fiel das erste Tor nach fünf gespielten Minuten für Weiden nach Vorarbeit von Abercrombie durch Rückkehrer Barry Noe. Wie ein kleiner „Hallo Wach-Effekt“ auf die Bayreuther wirkend, kamen diese auch zu ihren ersten Chancen.

In der insgesamt fairen Partie gab es dann die erste Strafe, als Gläser nach Vorarbeit von Kolozvary und Bartosch den Ausgleich erzielte. Danach verflachte die Partie wieder etwas, bis Sergej Stas einen Apraller kurz vor der Pause für Bayreuth verwertete. Im zweiten Abschnitt war gleich mehr Feuer im Spiel, wobei die Tigers den besseren Start hatten. Weidens neuer Starspieler Josef Straka zielte aus halbrechter Position auf die rechte obere Ecke und glich damit in Minute 26 aus.

Die Hälfte der Partie war beinahe rum, da waren es die Tigers, die ihre erste Strafe nahmen. Und auch hier gab es, analog zum ersten Abschnitt, in der daraus resultierenden Strafzeit, einen Treffer. Dieses Mal aber für die einheimischen Teufel als Stähle genau ins „Dreieck“ traf. Diese Führung hielt nicht lange. Als Heider nach einem im Angriffsdrittel gewonnen Bully an die Scheibe kam und sofort flach von der blauen Linie abzog, überraschte dieser seinen Kollegen des Vorjahres, Johannes Wiedemann, der seit dieser Saison das Tor der Blue Devils hütet, mit dem Ausgleich zum 3:3 für die Tigers. Aber auch hier wussten die Weidener an diesem Abend die passende Antwort. Martin Heinisch erzielte in der 35. Spielminute die erneute Führung für sein Team.

Im letzten Spielabschnitt merkte man, gerade den Tigers, den Kräfteverschleiß der letzten Tage und Wochen doch deutlich an. Die Weidener, die sich im Gegensatz zum Hinspiel vor einer Woche, wesentlich frischer und agiler zeigten, begannen auch dieses Drittel wie die Feuerwehr und visierten gleich zu Beginn des Drittels die Latte des Bayreuther Tores an. Im Laufe des Spielabschnittes wurde dann aber deutlich, dass beide Teams mit ihren Kraftreserven auf einem inzwischen niedrigen Level unterwegs waren. So passierte nicht mehr viel, was klare Torchancen anging. Dass die Tigers in der Schlussminute den Goalie vom Eis nahmen und die Blue Devils kurz darauf sogar noch eine Strafe zogen – somit die letzten Sekunden mit vier gegen sechs Feldspielern ankämpfen mussten, nutzte den Oberfranken an diesem Abend nichts mehr. Endstand also 4-3 für die Blue Devils. (Jürgen Masching)