Eishockey-Derby: Weiden gegen Selb

Derbysiege sind die schönsten Siege – Nach einem Zittern in den letzten Sekunden des Spiels fielen sie sich dann alle in die Arme. Die Blue Devils Weiden haben in einem rasigen Derby die Selber Wölfe mit 2-1 bezwungen.

Mit Neuzugang Herbert Geisberger und dem wiedergenesenen Marcel Waldowsky auf Weidener Seite gaben im ersten Drittel beide Mannschaften gleich richtig Gas. Eine Abtastphase gab es nicht und so wurden auf beiden Seiten einige gute Torchancen herausgespielt. In der 6. Und 11. Minute hatten die Weidener zwei Überzahlmöglichkeiten, die aber nichts einbrachten. Umso besser machte es dann in der 13. Martin Heinisch, der zum 1-0 traf. Danach waren die Oberfranken etwas geschockt und das nutzten die Blue Devils gleich wieder aus. Kapitän Ralf Herbst traf nach feinem Zuspiel von Christian Quelett zum 2-0. So ging es auch in die erste Drittelpause.

Gleich zu Beginn des zweiten Drittels kamen sich Marco Habermann und Leon Kremer in die Haare. Aber nur der Selber durfte sich zwei Minuten abkühlen, was Wölfe Trainer Henry Thom derart verärgerte, dass es eine Bankstrafe zusätzlich gab. Somit hatten die Blue Devils volle zwei Minuten eine 5-3 Überzahl. Doch hier zeigte sich die einzige Schwäche an diesem Derbyabend. Viel zu umständlich und fahrlässig wurde diese Chance vertan. So bekamen die Selber etwas Oberwasser und hatten nun ihre Torchancen. Aber entweder hielt ein überragender Daniel Filimonow oder es musste der Pfosten helfen. Doch kurz vor der zweiten Drittelpause ging dann der Puck doch über die Linie durch einen Schuss von Ryan McDonough.

Nun drückten die Wölfe im letzten Drittel auf die Tube und hatten wiederrum einige gute Torchancen. Nur es stand an diesem Abend alles im Wege. Die Weidener Spieler warfen sich in jeden Schuss. Und wenn wirklich einer durchkam, stand ein Torwart der Extraklasse im Tor und fischte alles weg. So konnte auch ein 6-5 in den letzten Minuten nichts mehr helfen und der Jubel der Blue Devils Anhänger unter den fast 2400 Zuschauern kannte keine Grenzen. (Jürgen Masching)