Boxxenstopp mit Hirn

Das Thema Verkehrssicherheit scheint auch Petrus ein wichtiges Anliegen zu sein. Oder wie sonst ließen sich die fast schon tropischen Temperaturen und der strahlende Sonnenschein erklären, mit denen er Weiden an diesem Sonntag bedachte? Dort lud nämlich bereits zum 17. Mal die Polizeiinspektion Weiden zum Verkehrssicherheitstag ein, mittlerweile besser bekannt unter dem Namen Boxxenstopp. Und dieser Einladung nur allzu gern folgend strömten mehr als 3.000 Besucher zum Parkplatz Naabwiesen. Der Verkehrssicherheitstag, der ursprüngllich als einmalige Aktion geplant war, erfreut sich bereits seit Jahren größter Beliebtheit und ist stets bestens besucht. Heuer wurde der Boxxenstopp von Polizeihauptkommissar Thomas Fritsch und Mario Schieder organisiert, die diese ehrenvolle, aber auch große Aufgabe im letzten Jahr von ihren Vorgängern Günther Burkhard und Karl Gaach übernommen hatten. Und erneut ist es gelungen, eine mehr als gelungene Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die ihresgleichen in Bayern sucht.

Um 13 Uhr fiel der Startschuss für die Veranstaltung, die heuer unter dem Motto “Houst a Hirn, lousd as Handy lieng” stand. Nach der Begrüßung durch die beiden Schirmherren, den Weidener Bürgermeister Jens Meyer und den Polizeipräsidenten Gerold Mahlmeister, präsentierten die Bundes- und Landespolizei einige ihrer Spitzensportler, darunter Kanuslalomathlet Florian Breuer, Skispringerin Svenja Würth und Rennrodler Johannes Ludwig. Anschließend wurde den unzähligen Besuchern ein buntes und kurzweiliges Programm geboten. Da das Thema Rettungsgasse in den Nachrichten und Medien aktuell ist wie nie zuvor, stellten die Rettungskräfte der Feuerwehr und des Bayerischen Roten Kreuzes zusammen mit dem THW einen spektakulären Unfall mit einer eingeklemmten Person nach. Das Problem, das dabei allen Zuschauern eindringlich vor Augen geführt wurde: Weil keine Rettungsgasse gebildet worden war, wurden die Einsatzkräfte bei der Anfahrt zum Unfallort behindert, wertvolle Zeit ging verloren – Minuten, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden können. Außerdem mit dabei: die BRK-Rettungshundestaffel sowie das “Running Snail Racing Team” der OTH Amberg-Weiden, das wieder ihr Rennmobil zur Schau stellte.

Aber auch vor, zwischen und nach den speziellen Vorführungen gab’s für die Besucher eine Menge zu sehen und zu tun. Denn der AVD betreute einen sensationellen Cart-Parcours, während die DEKRA und die Verkehrswacht Bayreuth einen Fahrrad-, einen Motorrad- und einen PKW-Simulator mit Rauschbrillen im Programm hatten. Informationen rund um das Thema Schadensgutachten konnte man sich beim TÜV SÜD holen. Passend dazu konnte man der Firma Carglass bei einer Steinschlagreparatur über die Schulter schauen. Die Polizei beriet zu den Themen Fahrradsicherheit, Einbruchschutz und Rettungsgasse. Die Integrierte Leitstelle (ILS) Nordoberpfalz informierte über die Notrufnummer 112. Zudem stellten sich neben der Bundespolizei die Sicherheitswacht der Polizei Weiden, die Tschechische Polizei (angereist mit einem BMW i8) sowie die US-Military Police vor. Erstmals war auch das Gemeinsame Zentrum Petrovice-Schwandorf vor Ort. Bei der Polizei konnten die Besucher sogar in einen Hubschraubersimulator steigen. Besonders von Schulabgängern stark frequentiert waren außerdem die Einstellungsberater der Bayerischen Polizei und der Bundespolizei. Da das diesjährige Motto gleichzeitig der Slogan einer groß angelegten Präventionsreihe ist, gab’s auch dazu einen Infostand. Und die kleinen Besucher konnten in einer Kinderpolizeiwache mit dem bayerischen Polizeilöwen “Lexi” und einem Fahrradgeschicklichkeitsparcours der Verkehrswacht Weiden schon mal ihr Talent für eine spätere Polizeikarriere unter Beweis stellen. Und auch sonst war durch die BKK Faber-Castell für die Unterhaltung der Kinder mit einer Malstraße bestens gesorgt.

 

Alle Bilder: Franz Hüttner | Radio Ramasuri