© Foto: Bündnis gegen das Vergessen

Amberger Bürgerinitiative besorgt um rechtsextreme Umtriebe

Mit großer Besorgnis verfolgt das Bündnis gegen das Vergessen die weiterhin regen Aktivitäten der neonazistischen Szene in Amberg. Gerade in jüngster Zeit ist eine Zunahme neonazistischer Schmierereien im Stadtbild und sonstiger Propagandaaktivitäten der extremen Rechten in Amberg zu beobachten. Vor allem die rechtsextreme Identitäre Bewegung Amberg (IB), die bereits 2019 mit zahlreichen gewalttätigen Übergiffen, Drohungen und Sachbeschädigungen aufgefallen war, tritt in Amberg wieder offensiv in Erscheinung. Daneben beteiligen sich Mitglieder der Identitären Bewegung Amberg regelmäßig an regionalen und überregionalen Aufmärschen der extremen Rechten.

Vor wenigen Tagen wurde nun auch der Gedenkort für den 1995 von zwei Neonazis ermordeten Klaus-Peter Beer zum Ziel der Rechten. Mit Aufklebern der Identitäten Bewegung wurde der von der Stadt errichtete „Wegweiser für Demokratie“ verunstaltet.
„Das Vorgehen zeigt die ideologische Kontinuität der rechten Szene in Amberg, war das Gedenken an Klaus-Peter Beer in den vergangenen Jahren doch immer wieder Ziel rechter Attacken“, so Stefan Dietl, Sprecher des Bündnis gegen das Vergessen.
Bereits 2010 wurde eine Gedenktafel zur Erinnerung an Klaus-Peter Beer gewaltsam entfernt und stattdessen Aufkleber der Neonazikameradschaft Nationale Sozialisten Amberg und des Freies Netz Süd angebracht.

„Mit ihrer Aktion stellen sich extrem rechte Akteure wie die Identitäre Bewegung bewusst in diese Tradition. Einmal mehr zeigt sich, dass neonazistische Strukturen zwar immer mal wieder ihren Namen ändern, nicht aber ihr menschenverachtendes Denken und Handeln“, so Dietl.

Das Bündnis gegen das Vergessen ist ein Zusammenschluss von antifaschistischen Initiativen, Gruppen, Vereinen, Jugendorganisationen, Gewerkschaften und Einzelpersonen und engagiert sich gegen neonazistische Aktivitäten in Amberg und für ein würdiges Gedenken an Klaus-Peter Beer.